Direktes Spülbohrverfahren

Direktes Spülbohrverfahren:

Wird das Bohrgut kontinuierlich in einem Spülstrom durch den Ringraum zu Tage gefördert, so spricht man vom direkten Spülbohrverfahren.

Beim direkten Spb werden i.d.R. mit geringen Gestängedurchmesser relativ große Ringraumquerschnitte realisiert. Daher muss die gesamte Spülungsmenge mit sehr hoher Geschwindigkeit durch das Gestänge gepumpt werden. Da im Ringraum je nach Bohrgutgröße eine Aufstiegsgeschwindigkeit v­Sp = ca. 0,5 m/s = ca. 30 m/min benötigt wird, ist z.B. für eine 250 mm Bohrung eine Spülungsumlaufmenge von Q = ca. 1,5 m³/min = 90 m³/h erforderlich. Bei dieser Spülungsumlaufmenge ergibt sich eine Sinkgeschwindigkeit der Spülung im 80 mm Gestänge v¯Sp = 5m/s.

Zu beachten ist, dass der Saugschlauch möglichst weit vom einlaufenden Bohrgut entfernt in die Spülgrube eintaucht.